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Wir vor Ort

ASG vor Ort

Als neu gewählter Vorstand haben sich die Mitglieder das Veranstaltungsformat "ASG vor Ort" als wichtigen Baustein für die Arbeit vor Ort in Hamburg überlegt. Wir besuchen als ASG-Vorstand die bezirklichen Gremien und ebenso andere Gesundheitsakteure in Hamburg Uns ist es von großer Bedeutung mit verschiedenen Akteuren als allen Bereichen des Gesundheitswesens in Kontakt zu treten und diesen kontinuierlich zu pflegen. Der regelmäßige und direkte Austausch ist unerlässlich für das Verständnis gesundheitspolitischer Themen und Zusammenhänge. Wir wollen nicht darauf warten, dass die Menschen zu uns kommen, sondern gehen aktiv auf die Institutionen und Gremien zu.

"ASG vor Ort" - Besuch beim Gesundheitskiosk Billstedt

Am 06.12.2017 besuchte der ASG-Vorstand im Rahmen seines Formats „ASG vor Ort“ den Gesundheitskiosk in Hamburg-Billstedt.

Im Rahmen seines Formats „ASG vor Ort“ informiert sich die Hamburger ASG über Gesundheitsprojekte und Entwicklungen der Versorgung in den einzelnen Stadtteilen. Herr Alexander Fischer empfing die Vertreter des Vorstandes, Simone Gündüz, Funda Gür, Markus Kehrbaum, Marion Mirow sowie Gesine Freytag im Gesundheitskiosk und erläuterte dessen Möglichkeiten, den Stand der Entwicklung und die Leistungen sowie die stetig wachsende Akzeptanz im Stadtteil.


Der Gesundheitskiosk berät, erklärt und informiert die Menschen aus Billstedt und Horn in ihren gesundheitlichen Belangen. Im Sinne einer Lotsen und Beratungsstelle soll der niederschwellige Zugang helfen, die Gesundheit in den Stadtteilen zu fördern. Dabei können die Angebote bislang in acht Sprachen angeboten. Ziel ist, die Menschen durch Information und Unterstützung in die Lage zu versetzen, laufende Behandlungen und deren Hintergründe zu verstehen und sich gesundheitsbewusster zu Verhalten. Hierzu zählen auch Informationsveranstaltungen aber auch eigene Programme zur Raucherentwöhnung.

Besonders wichtig ist dem Gesundheitskiosk die Vernetzung mit den Ärzten und Einrichtungen in den Stadtteilen Billstedt und Horn. Diese nehmen das Kooperationsangebot verstärkt gerne an. Hierdurch erhalten die Menschen vor Ort die Möglichkeit informiert und auch bei Bedarf begleitet Ärzte aufzusuchen und Termine wahrzunehmen. Insgesamt beeindruckt der Gesundheitskiosk durch das hohe Maß an Vernetztheit und Zugewandtheit seinen Kunden gegenüber.

Gelingt es – wie es bisher scheint – die Gesundheit der Menschen positiv entwickeln zu helfen, sei es durch weniger Komplikationen bei Medikation, Ernährung der Menschen selber oder auch dem Zugang und Verständnis des Gesundheits- und Versorgungsangebotes vor Ort. Kann das Konzept wegweisend sein und für eine Entlastung der Behandler durch Fokussierung auf Therapie und Behandlung und Stärkung der Vernetzung der Versorgungsteilnehmer bei individueller Begleitung der Patienten zu sorgen.

Fazit: Gesundheitsversorgung muss nicht immer eine Behandlungsverbesserung sein. Es hilft allen Beteiligten sehr, stärkt sie in ihrem spezifischen Tun, wenn der Zugang zur Versorgung unter Berücksichtigung der lokalen Umstände organisiert wird und dem Menschen dabei auf Augenhöhe hilfsbereit und informierend begegnet wird. Er entwickelt sich ersichtlich zu einem effektiven, menschennahen Mittel der Versorgungsverbesserung und Gesundheitsförderung.

Am Gesundheitskiosk, sind das Ärztenetz Billstedt-Horn e. V., die OptiMedis AG, die Stadtteilklinik Hamburg und der NAV-Virchow-Bund beteiligt. Er wird gefördert durch den Innovationsfonds und einigen Krankenkassen.

"ASG vor Ort" - Besuch in Bergedorf

Im März 2017 war der ASG Vorstand zu Gast bei der Arbeitsgruppe der Bergedorfer SPD-Bezriksfraktion.

Die Bezirksabgeordneten und Mitglieder des Gesundheitsausschusses Katja Kotzbau und Clara Lenné berichteten über die Gesundheitsreform- und pflegepolitischen Themen, die sie im Ausschuss bewegen. Es wurde - wieder einmal - die medizinische Nahversorgung angesprochen und die Probleme für neuzugezogene und Einheimische Haus- bzw. Fachärzte zu finden. Eine ähnliche Situation wurde uns einen Monat zuvor bereits im Treffen mit der Harburger Bezirksfraktion berichtet.

Des Weiteren sehen die Mitglieder des Gesundheitsausschusses die geplante Zentralisierung der bezirklichen Wohn- und Pflegeaufsicht kritisch und baten um Unterstützung der ASG.

Die ASG Hamburg teilt die Bedenken, dass die Kenntnisse und Erfahrungen der bezirklichen Wohn- und Pflegeaufsicht die aus dem direkten Umgang mit Pflegediensten und Heimen vor Ort durch die geplante Zentralisierung verloren gehen könnten.

Aus Sicht der ASG Hamburg sollte die Zentralisierung der Wohn- und Pflegeaufsicht die Bezirke in ihrer Wahrnehmung dieser Aufgabe unterstützen, beispielsweise durch Kompensation von Personalausfällen, gemeinschaftliche Fortbildungen und Abstimmung der Aufsichtspraxis.

"ASG vor Ort" - Besuch in Harburg

Im Februar 2017 war der ASG-Vorstand vor Ort in Harburg bei den dortigen Bezirksabgeordneten, Claudia Loss und Eftichia Olowson-Saviolaki, zu Gast.

Beide sind Mitglieder des Gesundheitsausschusses der Bezirksversammlung Harburg. Uns als ASG-Vorstand ist es wichtig, dass wir zum einen wissen, welche gesundheitspolitischen Themen die Kommunalpolitik vor Ort bewegt und ebenso um die Expertise unserer Mitglieder mit einzubringen und die Genossinnen und Genossen zu unterstützen.

Ein zentrales Thema war die medizinische Nahversorgung im Bezirk und die geplanten Alterskompetenzzentren. Ein großes aber nicht allein auf Harburg beschränktes Problem ist die ambulante ärztliche Versorgung. Fehlende und überlastete Arztpraxen erschweren den Zugang zur medizinischen Versorgung im Süderelbe-Raum.

Beide Themen wurden sehr intensiv hinsichtlich ihrer äußerst beschränkten kommunalpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten diskutiert. Auch wenn die Kommunal- und Landespolitik nur geringe Einflussmöglichkeiten auf die selbstverwaltete Bedarfsplanung haben, werden wir gemeinsam den Druck aufrechterhalten, um zu einer besseren wohnortnahen Versorgung zu gelangen.